Ort der Handlung: Die Marketingzentrale der besten Bahn der Welt. „Wir zeigen in der Werbung keine Züge.“ Die das sagte und wie sie es sagte, liess keinen Widerspruch aufkommen. „Don’t ask, that’s our policy!”
Dies erinnert mich fast ein wenig an den Bildersturm der Reformation. Damals hat man mit dem gleichen Eifer die Heiligenbilder aus den Kirchen verbannt. Mit ähnlicher Wirkung, wie wir sehen werden.
Das Marketing sagt „Wir zeigen keine Züge“. Folglich werden keine Fotos von Zügen gemacht, auch keine Filme. Doch Marketingkommunikation kommt selbstverständlich nicht ohne professionelle Bilder aus. Ebenfalls selbstverständlich solche ohne Züge, siehe oben. Man fotografiert statt dessen coole junge Menschen, die für die Gelegenheit in den Konzernfarben eingekleidet werden. Nur gelegentlich erahnt man frivolerweise im Hintergrund das Fenster eines Zuges. – Cool!
Die beste Bahn der Welt will also nicht, dass man sich ein Bild von ihr macht. Wie damals beim Bildersturm bleibt das natürlich ein frommer Wunsch. Das Volk lässt sich seine Heiligenbilder nicht nehmen. Mit Foto- und Videokameras bewehrt schwärmen sie Sonntag für Sonntag aus, (weiterlesen…)
“Mir fehlen die weiteren Worte”, habe ich im untenstehenden Artikel geschrieben.
Andreas Hobi von schweizweit.net hat sie mir nachgeliefert. Er schreibt in seinem Kommentar: “Wenn Du bei der Karte oben rechts im Dropdown-Feld auf eine der anderen Möglichkeiten klickst (Karte, Satellit, Hybrid) gelangst Du zu einer anderen Ansicht.” – Und siehe da: Die Bahnen sind da!
Die “kriminelle Energie” in meinem vorigen Artikel nehme ich zurück. Schweiz Tourismus hat der Schweiz die Bahn nicht gestohlen. – Man hat sie bloss ziemlich gut versteckt. Ein Lapsus in der Kommunikation ist das allemal. Wie der in meinem Artikel, für den ich hier um Nachsicht bitte.
Nein, es ist nicht der 1. April. Und ja: Dies ist ein Ausschnitt der offiziellen Satellitenkarte auf myswitzerland.com. Und Sie können schauen so lang Sie wollen: Die Eisenbahnbrücke neben der Berner Lorrainebrücke fehlt. Dummer Zufall? – Nein: Absicht!
Am Gotthard gibt es auf dieser Karte keine Gotthardbahn. Keine einzige Bahnlinie verbindet die Städte der Schweiz, bloss Autobahnen. Der offizielle Vermarkter der Destination Schweiz hat auf seiner sonst hervorragend gemachten Karte im Internet sämtliche Bahnlinien fein säuberlich herausretuschieren lassen. So konsequent, dass sogar die Eisenbahnbrücken fehlen, wie eben die in Bern. Diesem Land die Eisenbahnen zu stehlen, zeugt schon fast von krimineller Energie, könnten boshafte Zeitgenossen meinen.
Dabei ist die SBB eine der finanziellen Säulen von Schweiz Tourismus. Hat das dort keiner bemerkt? Bleibt bloss zu hoffen, dass irgend jemand dort zufällig meinen Blog liest.
Karten sind ein wichtiger Teil der Kommunikation im touristischen Marketing. Wenn sie derart falsch kommunizieren, fehlen mir die weiteren Worte…
Being of a certain age, I saw and I see similar constellations in communication happening not only twice, but again and again. And some leading to the same mistakes, over and over. That’s what Sam used to call “un serpent de mer”, something like that beast in Loch Ness: up it comes, down it goes, up it comes… And you can’t get hold nor rid of it.
Sam was my boss when I first took over responsibility for the Swiss Federal Railways’ marketing communication, many years ago. We didn’t like each other very much. He had a deep mistrust for everything touching advertising. But there he was right. And he shared this experience with the rest of us, but only as a generic observation.
I’ll try, in this blog and from time to time and amongst other things, to share my own experience as well, but to be more specific. So you might be able to spot them, if they turn up again: the “serpents de mer”, of whatever sort. – You’ll see, when you come back to my blog.
Did you ever try to create a website from scratch, all by yourself?
I just did it once more and, after weeks of digging into it, it’s the same feeling in the end: exhaustion and relief. Everything sits in its proper place, every picture, every, text, every link, and all of that even in Version 6 of Internet Explorer. (Even some real big dinosaur companies are still using IE6 as their browser for the internet, so you got to hack the code for them.)
And now? – Now I proudly present the new website of Irene L. Grove, who is a poet with her camera! May her work speak for her, with a little help from your humble servant, the author of this blog, and designer of Irene’s new website. Irene’s colorful world is just a click away. Enjoy!
Paul Frischknecht, my best friend in our youth, died on Mai 9th, in Sydney. I had visited him there, two years ago, for the last time. That’s when I wrote the following little story about this man, who made out of his many years of deadly illness more than what most of us make out of a lifetime.
The Saint of the Suburbs of Sydney.
I met Paul for the first time when he was sixteen or seventeen years old. He was looking over my shoulder, at art school, when I tried to draw a stuffed animal. Two years younger than myself he had the nerve to criticize my drawing. Then I looked up to the most radiant smile I ever saw from a man. Tall, handsome, a young man to win the hearts of all the girls, he stood behind me, and we began to talk. That was the beginning of a deep friendship for some of the most important years of our lives. Together we discovered whatever would move our hearts in literature, in philosophy, in music, in long walks through the woods. An ex-student of the Steiner school he told me about Anthroposophy. I shared my first readings about Buddhism with him.
Some years passed, we both got married, he soon went away to live in Sydney, and to work there as an architect. That distance in space became a distance (weiterlesen…)
Gestern Abend war in der Berner Cinématte feierliche Premiere für die 5 Auftragsfilme, welche die Bieler Twin Productions für Swiss Travel System produziert hat. Unter den Gästen waren ein paar, denen die Erleichterung über den glücklichen Abschluss der mehr als 15-monatigen Vorbereitungs- und Produktionszeit ins Gesicht geschrieben stand.
“Ein Weißbuch ist eine Sammlung mit Vorschlägen zum Vorgehen in einem bestimmten Bereich.” (Wikipedia)
So ein Weissbuch (PDF-Download) habe ich nun zum Thema Swiss Travel System geschrieben. Was bisher eine Art Label für die Vermarktung der Angebote des öffentlichen Verkehrs der Schweiz im Ausland ist, hat das Potential die Export-Dachmarke des besten Verkehrssystems der Welt zu werden. Das ist meine Überzeugung.
Aktuell wird darüber nachgedacht, das Incoming-Angebot des ö.V.-Schweiz unter einem Firmendach zusammen zu fassen. Federführend in diesem Prozess ist die SBB. Am Angebot beteiligt sind aber ca. 150 Transportunternehmungen (weiterlesen…)
Für die Rheinalp GmbH in Freiburg im Breisgau habe ich dieses Inserat gestaltet und getextet. Die Idee ist von mir, das Bild aus der DB-Datenbank, der Text aus meiner Feder. Das Layout habe ich gemäss SBB-Standard per InDesign gestaltet, das Ganze per Mail präsentiert. Zwei Tage nach dem Briefing (auch per Mail) hat Denz digital das Inserat druckfertig gemacht. – So einfach geht das bei mir!
Ich meine, dass Kommunikationsberufe in erster Linie Handwerk sind, nicht Wissenschaft. Handwerk heisst Wissen mit viel Geschick und etwas Intuition in die Tat umsetzen.
Das scheinen nicht alle so zu sehen. Kürzlich bin ich im Internet (weiterlesen…)
Ich weiss unterdessen, dass gegen 2000 Leute pro Monat meinen Blog besuchen. Da werden wohl ein paar dabei sein, die sich meinen neusten Eintrag mit besonderem Interesse anschauen, vielleicht weil sie aus der Branche sind. Einige werden die Nase rümpfen. Schaut nochmals hin! Ich glaube das ist eine Chance für das "Swiss Travel System", auch wenn es bald nicht mehr so heisst.
Für Kritik und Kommentare bin ich, wie immer, offen.
http://blog.ivansuta.ch/
Ein hervorragender junger Fotograf, der mich mit seiner Website auf die Idee mit diesem Blog gebracht hat
http://grafilu.ch
Illustration, in dieser Perfektion, ist Design of Communication.
http://schweizweit.net
Andreas Hobi ist ein Bähnler mit Haut und Haaren. Sein Blog ist lesenswert für jeden, dem der öffentliche Verkehr am Herzen liegt.